Jörn Krieger ©RapidTVNews | 09-02-2012
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat den Bieterwettbewerb um die TV-Rechte der Fußball-Bundesliga für die Spielzeiten von 2013/14 bis 2016/17 eingeläutet: Interessierte Unternehmen können bis 2. April 2012 Gebote einreichen.
Ausgeschrieben sind zwei Szenarien mit jeweils 19 Rechtepaketen und sechs Rechtepaketbündeln für die Verbreitungswege Kabel/Satellit/Terrestrik, IPTV und Web-TV/Mobile TV. Die beiden Varianten unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Verbreitungsart der frei empfangbaren Zusammenfassung der Samstagsspiele.
Das erste Szenario sieht vor, dass die Highlights wie bisher ab 18.30 Uhr im Free-TV zu sehen sind. In der zweiten Variante würden die Berichte zunächst per Web-TV und Mobile TV laufen - und erst ab 21.45 Uhr im herkömmlichen Fernsehen. Dies würde das Aus für die ARD-"Sportschau" in ihrer bisherigen Form bedeuten.
Das Bundeskartellamt hatte im Januar 2012 grünes Licht für die Ausschreibung der beiden Varianten gegeben.
Die Free-TV-Rechte der Bundesliga halten derzeit ARD, ZDF und Sport1, die Pay-TV-Rechte liegen bei Sky Deutschland (Kabel und Satellit) und der Deutschen Telekom (IPTV und Mobile TV).
In der Branche wird vor allem um die Pay-TV-Rechte ein heftiger Bieterkampf erwartet: Sky will Branchenkreisen zufolge auch die IPTV-Rechte erwerben, während die Telekom Sky die Satellitenrechte wegschnappen will, um ihr Bundesliga-Angebot "LIGA total!" künftig auch per Satellit ausstrahlen zu können. Allerdings ist medienrechtlich umstritten, ob die Telekom aufgrund der Beteiligung des Staats ihr TV-Angebot auf diese Weise ausbauen darf.
Vodafone und Yahoo haben bereits ihr Interesse an den Bundesliga-Rechten bestätigt. Als weitere Interessenten gelten KF 15, das Medienunternehmen des verstorbenen Leo Kirch, und der Axel Springer Verlag, der mit der Bundesliga-Erstberichterstattung sein Webportal BILD.de aufwerten könnte.
Die DFL will bis Ende April 2012 entscheiden, welche Bieter den Zuschlag erhalten.
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